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"Ich entschloss mich, in die Fußstapfen von Christus, meinem Erlöser zu treten;
Herr, segne mich und hilf mir…ich komme."
Aus dem Statut des Martha-Marien-Klosters
"…Natürlich bin ich jener grenzenlosen Freude unwürdig, die der Herr mir gibt – diesen Weg zu gehen, aber ich werde mir Mühe geben, und Er, der Er ganz Liebe ist, vergibt mir meine Fehler, denn er sieht, wie ich Ihm dienen will…" (Großfürstin Elisabeth.)
Wenn Gottes Liebe den Menschen berührt, lebt alles auf. Gleich einer leichten Wolke trägt sie die Seele zu der Ewigen Quelle der Liebe und füllt sie mit unlöschbarem Licht.
Wie die Sonne Blumen erwärmt und die letzten zu ihr streben, so wird auch die Seele, Gott liebend, unermüdlich von Ihm angezogen.
Sie ist im Licht und wird selbst zur Trägerin des Lichtes. Für einen solchen Menschen gibt es keine Fremden und die Unseren – das Sein von allen wird zu seinem Sein.
Der Weg der Christusliebe ist ein Kreuzweg, aber wenn Wonne die Seele stärkt, nimmt der Mensch die Strapazen des Weges nicht wahr, er freut sich, Gott und dem Nächsten dienen zu können.
Schwer ist der irdische Weg
und es gibt keinen anderen,
Nur zu dem Paradies hinweg
Müssn wir unsre Herzen tragen.
Erzbischof Ioann (Schachowsky)
Wolken kommen und ziehen weg. Jeder Mensch ist einsam vor Gott. Der Glanz der stillen Ewigkeit beleuchtet den Weg. Die Seele ist in Gott, wie ein Vogel in der Luft, von allen Seiten von ihm umgeben. Gott geht behutsam mit jeder Seele um, ruft liebend, duldet, wartet, ohne den Menschen zu zwingen, weil er seine Freiheit respektiert. Und der Mensch wählt seinen Weg selber aus – obwohl er Licht oder Finsternis mehr als Licht liebt.
Der Weg unserer Himmelbeschützerin – der Heiligen Ehrwürdigen Märtyrerin, der Großfürstin Elisabeth – gleicht einem Sonnenstrahl, der mit dem Licht der Güte und der Barmherzigkeit alles ringsum erwärmt.
Ella (die zukünftige Fürstin Jelisaweta (Elisabeth) Fjodorowna) wurde in der Familie des Herzogs von Hessen-Darmstadt Ludwig IV. und der Prinzessin Alice, der Tochter der Englischen Königin Victoria geboren.
Den Kindern wurde nicht nur Sinn für Musik und Kunst beigebracht, sondern auch Liebe zur Arbeit, Einfachheit, zum Mitleid mit den Menschen. Zusammen mit der Mutter besuchte sie die Krankenhäuser – sie brachte in die Krankenzimmer Blumen, sprach mit den Kranken. Einen großen Einfluss übte auf die heranwachsende Ella das Leben der Stammmutter ihres Hauses aus - Elisabeth von Thüringen, deren Leben von Barmherzigkeit erfüllt war. Von Kindheit an bewunderte die zukünftige Großfürstin die Natur, sie hatte Blumen sehr gern, malte gut. Viele Jahre später sagte man über die Großfürstin Elisabeth, dass sie überall einen reinen Lilienduft mitbrachte. Weiße Farbe war der Widerschein ihrer Seele.
Sie war ganz jung, als sie ihren zukünftigen Gemahl kennenlernte, den russischen Großfürsten Sergej Alexandrowitsch.
Die ganze Herzogfamilie begleitete Prinzessin Elisabeth zu ihrer Hochzeit nach Russland, wohin sie nicht nur teure Gaben mitnahm, sondern auch etwas, was nicht mit Geld zu bezahlen ist – ein Herz, voll Liebe und Mitgefühl.







